Für den TuS Erndtebrück ist die sieglose Anfangsphase in der Oberliga vorbei. Aber auch gegen den Aufsteiger Holzwickeder SC bekleckerten sich die Wittgensteiner beim knappen 1:0 (1:0)-Erfolg nicht gerade mit Ruhm – auch wenn den Erndtebrückern bescheinigt werden muss, am Abend durchaus die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Den entscheidenden Treffer erzielte bereits in der 22. Minute der bislang glücklose Angreifer Lukas Rösch, der eine abgeblockte Flanke von der rechten Seite aus fünf Metern über die Linie drückte.

Ein Fußball-Fest sahen 175 Zuschauer am Pulverwald gewiss nicht. Dafür tat der Gast aus dem Kreis Unna in der ersten Halbzeit einfach zu wenig für das Spiel. Vielmehr zogen die Holzwickeder kurz hinter der Mittellinie zwei engmaschige Abwehrlinien auf, die es den bemühten Gastgebern zunächst schwer machten, gefährliche Angriffe zu produzieren. Allerdings war den Mannen von Trainer Ivan Markow der unbedingte Wille anzumerken, diesen Abend als siegreiches Team zu beenden.

So wurde im Laufe der nächsten Minuten auch durchaus gefällig nach vorne gespielt, was nach 22 Minuten zum Treffer von Lukas Rösch führte. Von der rechten Außenbahn hatte Nino Saka die Flanke geschlagen, die von einem Holzwickeder Abwehrbein hoch an den zweiten Pfosten verlängert wurde, wo sich Rösch im Laufduell durchsetzte und an den Ball kam, um ihn zu verwerten.

Weitere gute Möglichkeiten gegen eine nicht sattelfeste Abwehr der Holzwickeder vergaben vor der Pause Rösch (33.) und Haluk Arslan (34.). Veränderte Szenerie mit Beginn der zweiten Hälfte. Die Gäste streiften ihr Defensiv-Mäntelchen ab und stellten unter Beweis, warum sie in ihren ersten fünf Spielen sieben Punkte auf ihr Konto schaffen konnten. Plötzlich wurde der Weg nach vorne gesucht, kombiniert und ordentlich gespielt. Allerdings – und das muss angemerkt werden – waren die Bemühungen größtenteils harmlos. Zwar hatte Robin Rosowski in der 52. Minute eine Möglichkeit, doch er traf das Tor nicht.

Auf der anderen Seite ging es durchaus zwingender zu. So hatte Rösch nach 56 Minuten seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, mit dem er die Nerven der Zuschauer und seines Trainers hätte beruhigen können. Aber nach dem schön vorgetragenen Angriff über Nino Saka und Alexander Mißbach scheitert der Stürmer aus dem Schwabenland an Keeper Malte Hegemann. Auch eine Direktabnahme von Taira Tomita bringt nichts ein.

Am Ende reißen die Erndtebrücker die Arme in den dunklen Wittgensteiner Himmel. Der erste Sieg ist eingefahren – mit einigen Mängeln noch, aber immerhin ist ein Anfang gemacht.

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