So wird das nichts mit den erwünschten neun Punkten im Oberliga-Jahres-Endspurt. Der TuS Erndtebrück ließ bereits im ersten der drei im Raum stehenden Spiele zwei Zähler liegen und darf sich nicht wundern, nach dem mageren 0:0 bei Aufsteiger 1. FC Gievenbeck auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht zu sein. „Wir haben uns für ein an sich gutes Spiel nicht belohnt“, trauerte Trainer Ivan Markow den vergebenen Möglichkeiten nach, die einmal mehr in dieser verkorksten Saison das große Defizit des Erndtebrücker Spiels verdeutlichte: Das Toreschießen haben die Mannen vom Pulverwald nicht so richtig auf der Rechnung.

Markow hatte am System Veränderungen vorgenommen. So war aus der zuletzt praktizierten Dreierkette wieder ein Vierer-Abwehrverband – erneut ohne Mehmedalija Covic – geworden. In vorderster Reihe war Philipp Böhmer als eine Art „falsche Neun“ anzutreffen. Manfredas Ruzgis war gar nicht im Kader, stürmte mit dem Reserve-Team zum 4:1-Erfolg in Hagen, Lukas Rösch saß auf der Bank. Neben ihm übrigens mit Nico Renner ein Mittelfeldspieler aus der zweiten Mannschaft. Schon gegen Ende der ersten Hälfte schickte der Trainer Angreifer Rösch dann aufs Feld, nachdem bereits eine sehr gute Möglichkeit vergeben war.

So besaß Kisolo Deo Biskup kurz zuvor die Chance zum 1:0, als er einen vom Gievenbecker Torhüter Nico Eschhaus abprallenden Böhmer-Schuss nicht im Netz unterbrachte.

Nach der Pause bekam der TuS die Partie auf schwer zu bespielendem Rasengeläuf immer besser in den Griff. Das sah über weite Strecken mehr als ordentlich aus – nur nach vorne wollte es in Sachen Durchschlagskraft einfach nicht klappen. Von den Gastgebern ging kaum Gefahr aus, die gelegentlichen Konter stellten die Erndtebrücker kaum vor Probleme.

„Da mussten wir uns ganz einfach den Sieg holen“, so Ivan Markow, der bei den guten Gelegenheiten von Pablo Schmitt, Abbas Attia, dem direkten Freistoß von Haluk Arslan und der wohl besten Chance, als Tatsuy Yamazaki frei im Fünfmeterraum auftauchte und vergab, der Verzweiflung nahe war.

Ein Sieg in dieser Partie hätte den TuS um einige Plätze klettern lassen, so aber wird die Luft in Richtung Abstiegsplätze dünner. Westfalia Herne feierte den zweiten Sieg in Folge, so dass die beiden Klubs nur noch sechs Punkte trennen. Da muss also noch was kommen in den verbleibenen zwei Erndtebrücker Heimspielen vor der Winterpause.

Schiedsrichter: Tim Zahnhausen (SpVgg Horst.) - Zuschauer: 153

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