Ein gefasster TuS-Trainer Martin Kelber analysierte eine Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern sehr nüchtern

"Wenn beide Teams im Mittelfeld stehen würden, könnten alle Beteiligten mit dem Ergebnis sehr gut leben. So stehen wir am Ende wieder nur mit einem Zähler da und kommen im Abstiegskampf nicht richtig von der Stelle." Dass sein Team am Ende trotz Überzahl (nach einem Platzverweis der Gäste in der 33. Minute) einen 4:0 Vorsprung nicht über die Zeit bringen konnte, sei auch der Tatsache geschuldet, dass man in dieser Situation noch nicht oft gewesen sei - nämlich eine klare Führung zu verwalten und das Ergebnis sicher nach Hause zu spielen. "Das ist vielleicht noch ein Prozess, den wir lernen müssen." Im ersten Abschnitt habe sein Team alles richtig gemacht, so Martin Kelber. Elizier Ngyombo (19.) und Tom Bette (33.) schossen die Blau-Weißen 2:0 in Front. Zudem habe man den überragenden Gästestürmer Maximilian Kraft sehr gut aus dem Spiel genommen. Nach dem Wechsel war es erneut Elizier Ngyombo (50.), der auf 3:0 stellte. Ein Eigentor von Carl-Julian Wagener (56.) bescherte den Erndtebrückern das zwischenzeitliche 4:0. Was dann passierte, konnte auch Martin Kelber nur schwer erklären. Die Gäste kamen durch Treffer von Carl-Julius Wagener (60.), Leon Palaj (63.) und einen Doppelpack von Maximilian Kraft (74./76.) zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Und dies nicht unverdient, wie TuS-Coach Martin Kelber einräumte: "Nach den Toren zum 4:1 und 4:2 haben die Dielfer wieder an sich geglaubt und selbst in Unterzahl eine unheimliche Power entwickelt. Die haben uns so unter Druck gesetzt, dass die Tore nicht mehr überraschend fielen. Wir haben im Zentrum überhaupt keinen Zugriff mehr bekommen." Wenn man das Positive aus dem Spiel ziehe, dann stehe die Verbesserung um einen Tabellenplatz. Am Wochenende wolle man es nach drei Trainingseinheiten in dieser Woche besser machen.

Quelle: Siegener Zeitung