Für Oberligist TuS Erndtebrück begann das Jahr mit einem für seine Verhältnisse wahren Torsegen. Im ersten Test dieser Winter-Vorbereitung erzielten die Wittgensteiner beim Nordrhein-Oberligisten SSVg Velbert fünf Tore. Das war den Erndtebrückern in der gesamten Oberliga-Hinrunde nicht gelungen. 5:2 (3:2) hieß es gestern nachmittag im verregneten Bergischen Land.

„Ein Ergebnis, das natürlich erfreulich ist“, so Trainer Ivan Markow.“ Aber es gab schon einiges, was mir nicht gefallen hat.“ Zum Beispiel die Anfangsphase, in der die Erndtebrücker kein Mittel fanden, um das konsequente Forechecking der Gastgeber zu umgehen. Ballverluste im Spielaufbau kennzeichneten die ersten 20 Minuten bei spielstarken und konsequent arbeitenden Velbertern. Die Folge war eine schnelle 2:0-Führung der Gastgeber durch Treffer in der 11. und 16. Minute. Aber es wurde besser für den TuS. Er schaffte noch vor der Pause die Wende. Vor allem die Konsequenz, mit der die Erndtebrücker die nicht gerade üppige Anzahl an Torchancen zu nutzen wusste, beeindruckte den Coach. „Eine solche Effektivität hätte ich mir in den Meisterschaftsspielen gewünscht, dann stünden wir jetzt sieben, acht Punkte besser da...“

In der Tat. Nach den genau gezirkelten Eckbällen des starken Haluk Arslan war in der 24. und 33. Minute Lukas Rösch zur Stelle, glich mit zwei Treffern aus. Arslan selbst, der eine starke Leistung bot, schaffte vier Minuten vor der Pause den Führungstreffer. Nach dem Wechsel war es der zweite etatmäßige Stürmer des TuS, Manfredas Ruzgis, der das Ergebnis in den letzten 20 Minuten in die Höhe schraubte. Der frühere Kölner erzielte seine Treffer in der 73. und 84. Minute.

Trainer Ivan Markow setzte in diesen ersten 90 Testminuten des neuen Jahres 20 Spieler ein. Bis auf den von seinem Kahnbeinbruch genesenen Torhüter Paul Schünemann und den japanischen Links-Verteidiger Tatsuya Yamazaki spielten alle Erndtebrücker nur eine Halbzeit. Mit dabei war auch Talha Varli, der nach der Vertragsauflösung beim 1. FC Kaan-Marienborn als Testspieler bei den Erndtebrückern eingesetzt wurde. Ob es zur Verpflichtung des früheren Jugendspielers der Sportfr. Siegen kommt, ließ Ivan Markow noch offen.

Dass es personelle Bewegung beim TuS geben wird, schloss der Trainer indes nicht aus. „Mal sehen, ob wir noch tätig werden“, so Markow. Immerhin steht bereits fest, dass mit Yong Myung Oh und Nino Saka zwei Spieler den Verein in dieser Winterpause verlassen. „Die Verträge wurden aufgelöst“, bestätigt der Trainer. Der Südkoreaner Oh hatte kaum Eindrücke in seinem halben Jahr an der Eder hinterlassen, wurde zuletzt ausschließlich im Landesliga-Team eingesetzt. Saka, der an zwei Regionalliga-Aufstiegen des Tus beteiligt war, hatte von sich aus den Wunsch in Sachen Vertragsauflösung geäußert, da er sich in die Nähe seiner Familie, die in Dortmund lebt, verändern will. Ein neuer Verein ist bisher indes noch nicht gefunden.

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