Der TuS Erndtebrück hat in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und Talha Varli verpflichtet.

Der Mittelfeldspieler, der seinen Vertrag beim Regionalligisten 1. FC Kaan-Marienbornin aufgelöst hat, kam überwiegend in der 2. Mannschaft zum Einsatz und hatte maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des B-Kreisligisten in der Saison 2017/2018.

Zur Saison 2017/18 wechselte der 20-jährige Varli aus der A-Jugend der Sportfreunde Siegen zum 1. FC Kaan-Marienborn. Dort schnupperte der Rechtsfuß in der Aufstiegssaison gegen Westfalia Herne ein paar Minuten Oberliga-Luft.

"Wir wollten in der Winterpause personell noch etwas machen. Entweder wollten wir einen Spieler verpflichten, der uns sofort weiterhilft, oder einen Spieler holen, von dem wir glauben, dass er uns perspektivisch weiterhilft - so wie bei Talha Varli", erklärt Ivan Markow. "Er hat uns in den Trainingseinheiten von sich überzeugt und zudem auch ein richtig gute Spiel beim Test in Velbert gemacht. Wichtig wird sein, dass er bei uns Spielpraxis bekommt - da ist es zunächst einmal egal, ob er in der Ober- oder der Landesliga zum Einsatz kommt", so Markow.

„Aus zwei mach‘ eins“. Unter diesem Motto gestaltete sich das Testspiel-Wochenende des Oberligisten TuS Erndtebrück. Denn der für Samstag geplante Auftritt beim mittelhessischen Verbandsligisten TuS Bicken fiel den winterlichen Verhältnissen in der Gemeinde Mittenaar zum Opfer.

Blieb also nur der heutige Auftritt der Wittgensteiner in der Schledde beim Westfalenligisten FC Iserlohn. Mit 3:1 (0:0) gestalteten die Wittgensteiner auch ihren zweiten Auftritt in dieser Winter-Vorbereitung erfolgreich. „Jetzt haben wir in zwei Spielen acht Tore geschossen. Wenn das ein Zeichen ist in Richtung der Oberliga-Fortsetzung im Februar, soll mir das recht sein“, lächelte Trainer Ivan Markow angesichts der zuvor noch im alten Jahr an den Tag gelegten Erndtebrücker Abschluss-Schwäche.

45 Minuten allerdings benötigte der TuS zum Aufwachen, denn in Halbzeit eins lief im Iserlohner Stadtteil Oestrich nicht viel zusammen. „Wir waren viel zu hektisch, fanden nicht zur Ordnung“, so Markow nachher. Nicht zu wundern hätten sich die Erndtebrücker brauchen, hätten sie sich das eine oder andere Gegentor in der ersten Hälfte gefangen. Das fiel dann zu Beginn der zweiten Pause, als man sich daran machte, die Eindrücke der ersten 45 Minuten zu verwischen. Leon Enzmann traf in der 51. Minute zur Iserlohner Führung. Es spricht für den TuS, dass er sich jetzt nicht mehr durch dieses Gegentor aus dem Rhythmus bringen ließ, sondern die fußballerische Steigerung auch in Tore ummünzte. Lukas Rösch erzielte nach 57 Minuten den Ausgleich, Außenverteidiger Alexander Mißbach ließ drei Minuten später die Führung folgen. Rösch, in der Meisterschafts-Hinrunde oft auf verlorenem Posten, stellte in der 69. Minute die neue Selbstverständlichkeit im Abschluss unter Beweis.

Erst am 2. Februar tritt der TuS wieder in einem Test in Erscheinung, dann geht es zum Regionalligisten SV Lippstadt.

 

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