Die Erleichterung war spürbar. Es war nicht nur die Tatsache, dass der TuS Erndtebrück seinen zweiten Saisonsieg gefeiert hatte, sondern auch die Art und Weise desselben, die für ein Lächeln beim Trainergespann des Fußballbezirksligisten sorgte. „Vom Kopf her war das ein Befreiungsschlag. Wir sind die bessere Mannschaft gewesen und haben verdient gewonnen“, erklärte Martin Keber, der die B-Junioren gemeinsam mit Rüdiger Frevel coacht. Ihr Team hatte gestern zuvor einen 2:1 (2:0) Sieg gegen den SC Neheim gefeiert und sich mit einer überzeugenden Leistung im Abstiegskampf zurückgemeldet. „Wir werden jetzt keine Parolen aussprechen, etwa, dass wir die Wende eingeleitet haben. Wir müssen gute Spiele machen – und wenn wir am Ende über dem Strich stehen, haben wir einen guten Job gemacht“, konstatierte Kelber nach der Partie im Pulverwaldstadion in Erndtebrück. Johannes Schmitt (21.) und Tom Bette (31.) hatten die Hausherren in Führung geschossen – und diese ließen sich auch durch den Anschlusstreffer von Pasquale Petrik Neufeld (64.) beirren. „Wir sind mit dem Anschlusstreffer nicht ins Schwimmen geraten. Natürlich hatte Neheim noch ein, zwei gefährliche Chancen, doch unser Torwart Michel Schneider hat uns im Spiel gehalten und einen richtig guten Job gemacht“, lobte Kelber, der zugleich auch die tadellose Leistung von Schiedsrichter Christopher Heiner (FC Ebenau) hervorhob. Acht Punkte trennen den TuS Erndtebrück nun noch vom rettenden Ufer, der vor wegweisenden Wochen steht. „Wir haben einen Schlüsselmonat März vor uns. Am Ende wissen wir, wo es hingeht“, erklärte Kelber, dessen Team unter anderem gegen den direkten Verfolger DJK TuS Hordel spielt und direkt Anfang April gegen Schlusslicht SV Brilon. Möglicherweise mit neuem Selbstvertrauen und breiter Brust. „Vielleicht war das knappe Ergebnis gut für uns. Wir hatten in der Vergangenheit oft Pech, diesmal hat vieles gepasst. Zudem haben wir die vergangenen zwei, drei Wochen sehr fokussiert gespielt, viele Spieler drängen sich auf – der Konkurrenzkampf besteht also“, betonte Kelber. Ein kleines bisschen Hoffnung auf den ersehnten und phasenweise nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt schwang mit – der Sieg gegen den SC Neheim könnte ein Frühlingserwachen im Abstiegskampf gewesen sein.

QUELLE: Siegener Zeitung