Ivan Markow, Trainer des Oberligisten TuS Erndtebrück, hätte es lieber gesehen, wenn die Absage des Nachholspiels am Mittwoch in Holzwickede schon am Dienstag über die Bühne gegangen wäre. „Dann hätten wir anders trainiert“, meinte er. Die Intensität, die so am Dienstagabend vor dem vermeintlichen Anpfiff etwas heruntergeschraubt wurde, wäre eine andere gewesen. Das bedeutet natürlich, dass er die Zügel wieder anziehen musste, als am Mittwochvormittag die Nachricht von der Unbespielbarkeit des Montan-Hydraulik-Stadions und damit der Spielausfall das Wittgensteiner Land erreichte.

 

Das Wetter sorgt zudem für weitere Kuriositäten. So lag bei Trainingsende am Mittwochabend eine vier Zentimeter dicke Schneedecke auf dem Erndtebrücker Kunstrasen. Statt Holzwickede am Mittwoch heißt es nun am Sonntag kaum fünf Kilometer entfernt in Richtung Dortmund-Aplerbeck zu reisen. In fast unmittelbarer Nachbarschaft des Aufsteigers heißt dann der Gegner ASC Dortmund, in der vergangenen Saison einer der heißen Aufstiegsanwärter unter dem inzwischen beim Wuppertaler SV tätigen Trainer Adrian Alipour. Gespielt wird dort auf dem Kunstrasen an der Schweizer Allee, eben dort, wo der TuS vor dem Oberliga-Start aus allen Westfalenpokal-Träumen geholt wurde. Das Erstrundenspiel ging im August mit 1:4 verloren.

Jetzt heißt der Trainer beim ASC Daniel Sekic und spätestens nach dem 1:0-Erfolg der Dortmunder im Derby gegen den FC Brünninghausen vor der Karnevalspause hatte man wieder Hoffnung, doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Der Dämpfer kam prompt, als der ASC am vergangenen Sonntag in Sprockhövel mit 0:3 unter die Räder geriet und sich der Abstand zum Rangzweiten TuS Haltern wieder vergrößerte. Dennoch: Der ASC hat sich Respekt verschafft, hat er doch den in der Hinrunde so stark auftrumpfenden TuS Ennepetal inzwischen von Rang 3 verdrängt.

Respekt natürlich auch bei den Erndtebrückern, die in dieser Hinsicht liebend gern mit den Aplerbeckern tauschen würden. Denn der TuS hat regelmäßig unter Rückschlägen zu leiden – und das sowohl in Ergebnis-technischer als auch personeller Hinsicht. Das Ringen um Konstanz hat immer wieder für Leistungsdellen gesorgt.

Aktuell muss Trainer Ivan Markow auf die im Rhynern-Spiel verletzt ausgeschiedenen Xhuljo Tabaku und Haluk Arslan verzichten. Auch Talha Varli, zuletzt in der Landesliga-Reserve eingesetzt, fällt als Alternative aus. Pablo Schmitt musste das Training abbrechen, Mehdi Reichert klagte über Kniebeschwerden. Einige Fragezeichen also zusätzlich. „Erlon Sallauka und Manfredas Ruzgis haben ihre Sache nach der frühen Einwechslung gut gemacht“, bescheinigt Markow seinem Duo beim 2:2 zuletzt ordentliche Vorstellungen. Ruzgis wartete mit dem Last-Minute-Treffer auf, der noch einen Punkt bescherte.

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