Das war ein Schlag ins Kontor für den TuS Erndtebrück. Eine solche Klatsche hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. 0:7 (0:3) hieß es nach 90 Minuten im Schatten der Veltins-Arena. Den D-Zug FC Schalke 04 U23 in Richtung Regionalliga vermochten die Wittgensteiner nicht zu bremsen.

Und das, obwohl der TuS zeitweise nicht schlecht aussah „Auf Schalke“. „20 Minuten war das gut anzusehen“, urteilt Trainer Ivan Markow. Und wer weiß, wie es weiter gegangen wäre in Gelsenkirchen, wenn Manfredas Ruzgis in dieser ordentlichen Anfangsphase eine seiner beiden Chancen genutzt hätte.

Er jedenfalls brachte den Ball nicht im Schalke Tor unter. Den Rest dieser ersten Halbzeit kennzeichneten individuelle Erndtebrücker Fehler, „Selbsttore“, nannte die Gegentreffer Coach Ivan Markow. „Die drei Dinger vor der Halbzeit waren alles Eigentore. Das begleitet uns schon die ganze Saison.“ Es ist fast zum verzweifeln. Der Ex- Siegener Benedikt Zahn mit dem Doppelschlag zwischen der 28. und 30. Minute legte für den souveränen Tabellenführer den Grundstein, obwohl die Erndebrück nach wie vor im Spiel war, Akzente zu setzen vermochte. Was fehlte, war die Struktur im Angriffsspiel.

Dafür gab es weiter Fehler im Spiel gegen den Ball. Und als sich auch Niklas Knopf im Tor davon anstecken ließ, er in der 37. Minute eine harmlose Flanke vor den Fuß von Philip Fontein fallen ließ, war der dritte Treffer der Gastgeber perfekt.

So wollten sich die Erndtebrücker nach der Pause nicht mehr präsentieren. „Klar, weitere Gegentore wollten wir vermeiden, nach Möglichkeit selbst zu Treffern kommen. Da sah auch zeitweise ordentlich aus, doch verkaufte sich die Mannschaft auch weiterhin unter Wert. Und als sich der schon in der Bundesliga eingesetzte US- Amerikaner Hadji Amir Wright in der 60. Minute zum Hattrick anzusetzen, den er mt seinen weiteren Treffern in der 72. und 90. Minute vollendete, wurde es ganz dunkel für den TuS. Zwischendurch hatte Fontein in der 84. Minuten das 6:0 erzielt.

„Das ist schon eine harte Nuss“, sitzt die Enttäuschung bei Ivan Markow nach dieser höchsten Niederlage seit dem Regionalliga-1:9 einst bei RW Essen aus dem Jahr 2015 tief. Hinzu kommt die fünfte gelbe Karte, die sich Haluk Arslan einhandelte und ihn für die nächste schwere Partie am Mittwoch (19.45 Uhr) gegen den Rangzweiten TuS Haltern auf Eis legt. Wenn der TuS Pech hat und die Konkurrenz im Keller so punktet wie am vergangenen Wochenende, kann der freie Erndtebrücker Fall weiter gehen.

„Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und jetzt müssen jetzt dringend gegen Haltern und dann auch in Ennepetal punkten“, fordert Ivan Markow sein Team auf, sich in den beiden nächsten Spielen über die Osterfeiertage zu rehabilitieren.

fupa.net