Noch zwei Heimspiele verbleiben der zweiten Mannschaft des TuS Erndtebrück, um noch einen der Nichtabstiegsplätze zu erreichen: Am Sonntag ist die Elf vom „Pulverwald“ gegen den SV Brilon und zwei Wochen später gegen die Borussen aus Dröschede gefordert. Dazwischen haben die Reservisten aus der Edergemeinde spielfrei.

Nach den guten Leistungen zuletzt warnt TuS- Trainer Alfonso Rubio Doblas: „Wir dürfen jetzt nicht in Jubelarien verfallen. Denn die Faktenlage ist nach wie vor klar. Wir sind auf dem Relegationsplatz und treffen am Sonntag auf eine Mannschaft, die uns im Hinspiel die Grenzen aufgezeigt hat und als Aufsteiger auf einem starken vierten Platz steht.“

Denn Brilon ist mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Zudem kanzelten die Hochsauerländer im Hinspiel die Erndtebrücker mit 4:0 auf dem eigenen Platz ab. Für das Rückspiel am „Pulverwald“ macht vor allem die Form der letzten Wochen Hoffnung: Denn durch sieben Punkte aus den letzten drei Spielen ist der Landesligist aus Wittgenstein (13. Platz/26 Punkte) bis auf einen Zähler an die SpVg. Olpe (11./27) und die VSV Wenden (12./27) ans rettende Ufer herangerückt und hat zugleich den FC Wetter (14./20) auf sechs Punkte distanziert. Alle drei Teams haben noch ein Spiel mehr zu absolvieren als die Erndtebrücker und haben somit einen Vorteil. Mit einem „Dreier“ gegen Brilon kann die TuS-Reserve jedoch den direkten Abstieg vermeiden und den Relegationsrang sichern.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir den Trend der letzten Wochen fortsetzen. Wir haben defensive Stabilität gefunden und finden auch nach vorne immer bessere Lösungen“, meint Rubio Doblas. Zunächst sollte der Blick aber weiter nach unten gerichtet sein, so der Spanier: „Erstmal müssen wir sehen, dass wir auf Wetter hinter uns gucken. Denn vor uns können wir nicht beeinflussen.“

Was den direkten Klassenerhalt angeht, können die Pulverwälder die Konkurrenz aus Wenden und Olpe, die am letzten Spieltag direkt aufeinander trifft, zumindest unter Druck setzen: „Wenn man das mal psychologisch betrachtet: Wir spielen um 13 Uhr. Im digitalen Zeitalter wissen Olpe und Wenden um 15 Uhr, wie wir gespielt haben. Ziel sollte es daher sein, gegen Brilon vorzulegen“, fordert Rubio Doblas.

Wie zuletzt wird der Spanier, dem alle Spieler zur Verfügung stehen, einen Mix aus A-Junioren und Teilen der ersten und zweiten Mannschaft aufs Feld schicken. „Es hat sich ja in den letzten drei Spielen bewährt, dass wir eine vernünftige Mischung aufs Feld gebracht haben“, sagt Rubio Doblas und fügt an: „Man muss generell wieder den Unterschied zwischen Brilon und uns sehen. Denn Brilon spielt um eine gute Platzierung und wir spielen nach wie vor ums Überleben in der Landesliga. Das hat zuletzt gegen Hünsborn vor allem in der zweiten Halbzeit geklappt und das muss man auch am Sonntag sehen.“

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