Für den TuS Erndtebrück war die Nachricht über den möglichen Punktabzug für Oberliga-Kellerkind Hammer SpVg natürlich ein Thema. „Da wir aber nicht davon ausgehen können, dass das Sportgericht dieses Urteil auch fällt, ändert sich an unseren Zielsetzungen nichts. Und die lauten punkten, punkten punkten“, wollen sich laut Trainer Michael Müller seine Kicker nicht von diesen äußeren Umständen beeinflussen lassen. „Ich habe allen klar gemacht, dass wir auf uns blicken müssen. Wir haben es selbst in der Hand, uns aus der misslichen Tabellensituation zu befreien – und dafür wollen wir alles tun.“ Am liebsten durch einen Heimsieg am Sonntag gegen die TSG Sprockhövel.

„Wenn wir an die Leistung des Hamm-Spiels vor zwei Wochen anknüpfen, könnte mal der zweite Heimsieg in Serie gelingen“, lächelt der Coach, wohl wissend, dass selbst solche Mini-Serien in dieser Saison mit der Lupe zu suchen sind. „Es wäre ein Befreiungsschlag“, würde der Ur-Erndtebrücker bei dann noch ausstehenden drei Partien schon viel ruhiger nach vorne blicken. Doch wird mit Sprockhövel ein Gegner erwartet, der in dieser Spielzeit vor allem in Sachen Offensiv-Power einiges zu bieten hat. Mit 63 erzielten Treffern stellt die auf Rang fünf vorgepreschte TSG den drittbesten Angriff der Liga, übertroffen nur von den Nachwuchsmannschaften aus Schalke und Paderborn. Die torgefährlichen Angreifer Hasan Ülker und Felix Casalino haben mit jeweils elf Treffern maßgeblich dazu beigetragen.

Dementsprechend intensiv haben die Wittgensteiner die Zeit zur Vorbereitung genutzt. Endlich mal keine englische Woche spielen zu müssen, hat dem TuS gut getan. Müller: „Da haben wir viel geredet, gut regeneriert und sogar das ein oder andere Video studiert, um Fehler zu analysieren. Wir wissen, dass wir gegenüber dem Auftritt in Brünninghausen eine Schippe drauflegen müssen.“ Da ist es schon bitter, dass mit Pablo Schmitt einer der Besten im Dortmunder Auswärtsspiel mit der fünften Gelben Karte ausfällt. Hinzu kommt die Verletzung von Erlon Sallauka (Hüftprellung). Zurückkehren ins Team wird der zuletzt gesperrte Mehmedalija Covic.

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