Der TuS Erndtebrück legte einen Fehlstart in die Saison hin. Der Oberligist aus Wittgenstein verlor alle drei Partien, zuletzt klar im Derby gegen den Lokalrivalen aus Kaan-Marienborn (0:3).

Am Sonntag ist die Elf vom „Pulverwald“ beim SC Wiedenbrück gefordert. Und damit bei dem Gegner, gegen den die Misere ihren Lauf nahm. Denn Anfang August schied Erndtebrück in der ersten Runde des Westfalenpokals mit einer 1:5-Pleite gegen den Regionalliga-Absteiger aus dem Wettbewerb aus. Es folgten drei Niederlagen gegen Ennepetal (3:5), in Rhynern (0:3) und eben gegen Kaan- Marienborn.

„Das ist ein Fehlstart, das muss man klipp und klar so benennen. Ich nehme meine Mannschaft daher absolut in die Pflicht. Die Grundtugenden des Fußballs, die wir im Derby haben vermissen lassen, müssen am Sonntag auf den Platz gebracht werden“, fordert TuS-Trainer Alfonso Rubio Doblas. Doch nicht nur kämpferisch und läuferisch haperte es bei den Erndtebrückern. Neben der defensiven Fehleranfälligkeit, die sich in allen Spielen bemerkbar machte, ist auch die fehlende Torgefahr in der Offensive ein Problem. Gegen Ennepetal zeigten die Pulverwälder noch gute Ansätze, ansonsten konnte sich die Rubio Doblas-Elf bisher nur wenige Chancen erspielen und blieb in den letzten beiden Partien torlos.

Das alles zu verbessern, sei laut dem Spanier jedoch in erster Linie eine Frage der Einstellung: „Wir müssen uns darüber definieren, kämpferisch und läuferisch da zu sein und eine Reaktion auf das Kaan-Spiel zeigen.“

Auch für den kommenden Gegner aus Wiedenbrück geht es am Sonntag um Wiedergutmachung. Denn nach einem ordentlichen Start (1:1 in Gütsersloh, 5:2- Sieg gegen Sprockhövel) wurden dem Absteiger bei der 0:5-Niederlage in Meinerzhagen die Grenzen aufgezeigt. Dieses Ergebnis bringt Rubio Doblas jedoch nicht von seiner Einschätzung ab: „Wiedenbrück ist eine Mannschaft, die zum Favoritenkreis gehört. Sie haben nach dem Abstieg einen Umbruch hinter sich, den Stamm der Mannschaft aber halten können. Sie werden wahrscheinlich ähnlich auftreten, wie schon im Pokal.“ Eben da spielte Wiedenbrück abwartend und lauerte auf Konter. Hinten stand der Absteiger kompakt und vorne nutzte er effektiv die Fehler der Erndtebrücker aus.

Am Sonntag wird allerdings nicht die Mannschaft auflaufen, die im Pokal beginnen durfte. Mehmedalija Covic ist nach überstandenen Patellasehnen- Problemen wieder eine Option für den Kader. Besmir Rada (Bänderriss) fällt hingegen länger aus. Darüber hinaus sind Eren Bilgicli (Adduktorenprobleme) und Erlon Sallauka (muskuläre Beschwerden) fraglich. Der Spanier hält sich offen, welche elf Spieler starten. „Nach der Derby-Niederlage werden die Karten neu gemischt. Noch hat sich keiner in den Vordergrund gespielt. Wer am Ende auf dem Platz steht, hängt von der Leistung im Training und im Pokalspiel beim SV Feudingen ab.“

Gegen Wiedenbrück soll nun eine Trendwende eingeleitet werden. Um eine solche schaffen zu können, sieht Rubio Doblas schließlich vor allem seine Mannschaft in der Verantwortung. „Wenn man verliert ist die Stimmung schlecht, das ist im Fußball so. Für gute Stimmung sorgt letztendlich jeder Spieler selbst, indem er Leistung bringt. Die Leistung hat die Mannschaft in den ersten drei Spielen nicht gebracht und steht jetzt in der Pflicht, eine Reaktion zu zeigen.“

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