Der Bann ist gebrochen! Nach zuletzt vier Pleiten in Folge erkämpfte sich der TuS Erndtebrück gegen den ASC Dortmund einen 4:3 (1:0)-Sieg und die ersten Oberliga-Punkte der Saison. Über weite Strecken waren die Hausherren die bessere Mannschaft, doch ab der Mitte der zweiten Halbzeit drehten die Aplerbecker auf und besorgten durch „Dreierpacker“ Maximilian Podehl den 3:3-Ausgleich. Dabei blieb es jedoch nicht, denn Manfredas Ruzgis schoss den TuS mit seinem zweiten Tor ins Glück.

Trainer Alfonso Rubio Doblas urteilte nach dem Spiel: „Ich bin sehr erleichtert. Vor 14 Tagen haben wir im Derby gegen Kaan-Marienborn absolut alles vermissen lassen. Heute hat sich die Mannschaft für den Riesenaufwand, den sie betrieben hat, belohnt. Kämpferisch und läuferisch war das Extraklasse. Ich hoffe, dass das jetzt der Dosenöffner war, um in den nächsten Wochen die Kurve zu kriegen und weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.“

Sein Gegenüber, ASC-Coach Daniel Sekic resümierte hingegen: „Aufgrund von vier Gegentoren haben wir es auch nicht verdient, hier etwas mitzunehmen. Wir hatten in einem offenen Schlagabtausch auch die Chance, das 4:3 zu machen. Am Ende steht mit Erndtebrück jedoch kein unverdienter Sieger.“

Vor 130 Zuschauern tauschte Rubio Doblas im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Wiedenbrück zweimal: Für Mehdi Reichert und Sosuke Fukushi starteten Abbas Attia und Maximilian Wüst. Anders als zuletzt standen die Erndtebrücker hoch und gingen forsch ins Pressing. Der Plan fruchtete: Der TuS zwang die Dortmunder zu Fehlpässen und Ballverlusten im Aufbauspiel. Dadurch kamen die Gäste nur selten gefährlich nach vorne – und waren hinten anfällig.

Taira Tomita scheiterte noch an ASC-Keeper Jan Held (18.), doch wenig später schoss Ruzgis die Hausherren nach Doppelpass mit Attia in Front (27.). Die Erndtebrücker blieben in der Folge die bessere Mannschaft – auch wenn sie Glück hatten, dass Alex Taach im Tor der Hausherren die Schüsse von Kevin Brümmer und Lars Waschewski entschärfen konnte. Auf der anderen Seite verpasste es Maximilian Wüst, vor der Halbzeit nachzulegen (40.).

Nach dem Seitenwechsel holten die Wittgensteiner das umgehend nach: Mehmedalija Covic köpfte eine Haluk-Arslan-Ecke wuchtig ein (46.). Kurz nachdem Maximilian Podehl für die Gäste zum Anschluss eingentzt hatte (54.), traf Attia nach Hereingabe von Tatsuya Yamazaki ebenfalls per Kopf und stellte damit den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (56.).

Doch auch das brachte keine Sicherheit. Dortmund drängte auf den erneuten Anschluss – und Erndtebrück wurde immer hektischer. Die Fehlpässe häuften sich und die Gäste schnürten den TuS zunehmend in der eigenen Hälfte ein. Zwei Mal war Podehl nicht zu halten, zog nach Dribbling an der Strafraumkante ab und besorgte mit seinen Tagestreffern zwei und drei den Ausgleich (68./76.). Die Partie drohte, gänzlich zu kippen. Einen von Lars Waschewski stark getretenen Freistoß fischte Taach jedoch so gerade noch aus dem Winkel (82.).

Stattdessen setzten die Gastgeber den „Lucky Punch“: Der eingewechselte Murthada Kalaf Jebur schickte Ruzgis auf links steil. Der Angreifer behauptete sich, zog nach innen und netzte zum 4:3-Endstand ein (86.).

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