Vor dem letzten Heimspiel des Jahres gegen die Reserve von Preußen Münster gab es beim TuS Erndtebrück einen Wechsel auf der Kommandobrücke: Am Dienstag verkündete der Verein den Rücktritt von Trainer Alfonso Rubio Doblas, der jedoch weiterhin seine Position als Sportlicher Leiter ausübt. „Die Entwicklung der Mannschaft war trotz des Tabellenplatzes gut, aber ich wollte einen Impuls setzen und bin daher zurückgetreten“, erklärte der Spanier seine Beweggründe (FuPa Südwestfalen berichtete).

Andere Impulse wird in Zukunft ein alter Bekannter setzen können. Denn Michael Müller kehrt an die Seitenlinie der Wittgensteiner zurück und leitete schon am Dienstag seine erste Übungs-Einheit. „Erstmal geht’s mir darum, den Jungs nach dem, was bei der 1:7-Niederlage in Holzwickede passiert ist, Selbstvertrauen einzuflößen“, erklärt Müller und kündigt an: „Es gibt einige Sachen, die ich verändern will, damit wir die drei Spiele bis zur Winterpause möglichst erfolgreich bestreiten.“

Eine Interimslösung ist der Rückkehrer aber nicht. Michael Müller wird bis zum Saisonende an der Seitenlinie stehen – und hat damit mehr Zeit als in der Vorsaison: Denn da wurde Müller sechs Spieltage vor dem Saisonende als „Feuerwehrmann“ geholt und hielt mit den Erndtebrückern die Klasse. Seine Aufgabe, den Verein in der Liga zu halten, hat sich im Vergleich zur letzten Saison nicht geändert. Denn Erndtebrück steht mit elf Zählern aktuell als Vorletzter im Tabellenkeller und hat vier Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze aufzuholen.

Geändert hat sich hingegen die Mannschaft, bei der nach einem Umbruch im Sommer gut die Hälfte des Kaders neu dabei ist. Müller sieht dies aber nicht als Problem: „Ich habe mir viele Heimspiele angeguckt und mir da ein Bild von der Mannschaft gemacht. Was vorher war, das interessiert mich aber nicht groß. Ich habe einen gewissen Plan im Sinn und die Jungs können sich die Woche über im Training beweisen.“

Mit anderen Worten: Kein Spieler ist zunächst gesetzt, der Konkurrenzkampf ist wieder eröffnet. Gerade im Tor, wo Niklas Knopf zuletzt das Duell mit Alex Taach gewonnen hat, bleibt es spannend, wer gegen Münster starten wird. Allzu viel kann aber auch ein Michael Müller nicht einer Mannschaft in gerade mal drei Einheiten auf dem Weg geben. So standen einige Einzelgespräche und die taktische Vorbereitung auf den nächsten Gegner auf dem Programm. Gegen die will Müller nach der Pleite in Holzwickede einen „Dreier“ einfahren: „Wir wollen die Reserve von Preußen Münster zu Hause schlagen. Uns erwartet aber eine junge, spielstarke Mannschaft, die nach vorne hin sehr gut besetzt ist.“

Gegen die Münsteraner, die zuletzt in Sprockhövel gewannen und dann einen Zähler gegen den Tabellendritten Meinerzhagen holten, werden Tom Robin Röcher, Luca-Andreas Woditsch (beide Kreuzbandriss), Burak Yildiz (Hand gebrochen), Sven Engelke (Knieprobleme) und Talha Varli (krank) ausfallen. Ein Einsatz von Haluk Arslan ist indes noch fraglich.

fupa.net