Am Sonntag steht für den TuS Erndtebrück (17. Platz/13 Punkte) mit dem Heimspiel gegen Westfalia Rhynern (8./25) die erste schwere Aufgabe im Abstiegskampf der Oberliga Westfalen an. TuS-Trainer Michael Müller hat Respekt vor dem Auftaktgegner: „Ich schätze Rhynern stärker ein als noch in der Hinrunde. Gerade nach vorne hin sind sie mit dem Stürmer Lennard Kleine sehr gut besetzt. Dazu konnte Rhynern mit Hakan Sezer vom SV Lippstadt genau den torgefährlichen Mittelfeldspieler zurück holen, der ihnen noch fehlte.“

Rhynern ging aus den Testspielen gegen den SC Roland Beckum, die Finnentrop/Bamenohl und den FC Iserlohn jeweils siegreich hervor und wird nicht nur deswegen mit breiter Brust antreten. Schon im Hinspiel hatte Rhynern keine Probleme, die Wittgensteiner mit einem 3:0-Erfolg in die Schranken zu weisen. Das Rückspiel steigt nun aber am „Pulverwald“ – und Erndtebrück tritt zudem mit einem anderen Trainer an: Im Hinspiel leitete noch Alfonso Rubio Doblas die Geschicke, nun gibt TuS-Coach Müller eine klare Ansage vor: „Wir spielen zu Hause und wollen das Spiel gewinnen, um den Anschluss an die anderen Mannschaften zu kriegen.“

Die Konkurrenz – bestehend aus dem ASC Dortmund (14./20), der TSG Sprockhövel (15./18) und Westfalia Herne (16./13; nach Insolvenz und Punktabzug) – ist keinesfalls uneinholbar enteilt. Müller hofft, mit dem ersten Pflichtspielsieg unter seiner Leitung den Grundstein dafür legen zu können, um in den verbleibenden 16 Spielen eine bessere Ausbeute einzusammeln, als in der Hinrunde. Nach dem Trainerwechsel in der letzten Novemberwoche konnte Müller gerade mal drei Wochen mit der Mannschaft arbeiten. Dabei standen schließlich zwei Remis gegen die 2. Mannschaft von Preußen Münster (1:1) und beim TuS Ennepetal (4:4) einer 0:6-Packung in Rheine gegenüber. „Rheine darf so nicht nochmal passieren. In den anderen Spielen zeigte sich aber, dass wir jede Mannschaft in der Oberliga schlagen können“, blickte Müller zurück.

Seit Anfang Januar hat Müller mit der Mannschaft darauf hingearbeitet, den in der Hinrunde offenbarten Schwächen – etwa fehlende defensive Stabilität oder Ideenlosigkeit im Spiel nach vorne – entgegen zu wirken. Aus den Testspielen lässt sich durchaus eine positive Tendenz ableiten: Erst holte die Müller-Elf ein Remis beim Westfalenliga-Spitzenreiter Finnentrop/Bamenohl (3:3), dann bezwang sie den Mittelrheinligisten SSV Homburg-Nümbrecht (2:1), und zuletzt schoss sie den Westfalenligisten FC Lennestadt ab (6:2). Für Müller verlief die Vorbereitung zufriedenstellend: „Die Stimmung im Team ist gut, jeder ist gewillt, nochmal anzupacken. Wir können mit der Truppe die Klasse halten. Dabei spielt es auch eine Rolle, dass wir verletzungsfrei bleiben. Wenn wie für Sonntag vier, fünf Mann wegbrechen, macht es das Ganze nicht einfacher.“

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