Der TuS Erndtebrück steht im Viertelfinale des Westfalenpokals. Der Regionalligist setzte sich am Abend in der Runde der letzten 16 Mannschaften mit 2:1 (2:1) beim Landesligisten VfL Holsen durch. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg trifft in der nächsten Runde auf den ambitionierten Landesliga-Aufsteiger RSV Meinerzhagen.

Ehe das Ticket zum Viertelfinale gelöst war, war es für Erndtebrück ein hartes Stück Arbeit. In Bünde, nahe an der Grenze zu Niedersachsen, mussten sich die Wittgensteiner mächtig mühen. Nach acht Minuten lag der gastgebende Landesliga-Neunte in Führung: Stürmer Omar Khaled bekam den Ball nach einem weiten Einwurf und bugsierte ihn vorbei an TuS-Keeper Timo Bäcker zum 1:0 ins Tor.

Aber nur zwei Minuten später glich Xhuljo Tabaku vor 250 Zuschauern aus. Nach einem langen Ball lief er allein auf Torwart Tim Wächter zu, umkurvte ihn und schon den Ball zum Ausgleich ins leere Tor.

Erndtebrück hatte in der Folge mehr Ballbesitz, Holsen sei aber immer wieder mit Freistößen und langen Bällen gefährlich gewesen, erklärte Schnorrenberg. Das 2:1 machte dann jedoch sein Team: In der 41. Minute war Mory Konate nach einer Tabaku-Ecke mit dem Kopf zur Stelle.

„Wir sind total happy, dass wir jetzt im Viertelfinale stehen“, sagte Schnorrenberg nach dem Abpfiff, „das steht über allem.“ Der TuS-Trainer räumte aber auch „schlechte Phasen“ seiner Mannschaft ein: „Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert.“ In der Bewertung der Leistung von Schiedsrichter Marijan Zalovic (Minden) sah sich Schnorrenberg einig mit seinem Gegenüber Sergej Bartel: „Gefühlt 300 Freistöße auf beiden Seiten; das macht keinen Spaß.“ Ein Kompliment hatte er für die Gastgeber parat: „Die waren total sympathisch.“

Die Wittgensteiner stehen nun erstmals seit der Saison 2009/10 im Viertelfinale. Damals schaffte es Erndtebrück sogar ins Halbfinale, verpasste darin aber gegen den SC Verl (Regionalliga) mit 0:1 nach Verlängerung den Sprung ins Endspiel.

Quelle fupa.net