Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen und dem Pokal-Coup gegen die Sportfreunde Lotte unterlag der TuS Erndtebrück in der Regionalliga dem KFC Uerdingen. Vor 644 Zuschauer erzielten Lucas Musculus und Christian Müller die Tore beim verdienten Erfolg des Spitzenreiters.

Zwar hatten die Gäste das Geschehen von der ersten Minute an im Griff, dennoch kam der TuS in der Anfangsphase zu den besseren Chancen. Erst wurde Lukas Rösch, der sein Startelf-Debüt in der Liga feierte, im Strafraum an einem genaueren Abschluss gehindert (5.), dann tauchte Stefan Valentini plötzlich frei vor dem KFC-Tor auf, scheiterte aber an Keeper Robin Benz. Die Uerdinger waren dagegen meist über den quirligen Ex-HSV-Profi Maximilian Beister gefährlich. Nach 24 Minuten zappelte der Ball auch zum ersten Mal im Erndtebrücker Netz. Christopher Schorsch drückte das Leder freistehend im Anschluss an einen Freistoß über die Linie, stand dabei allerdings im Abseits.

Acht Minuten später fand der Uerdinger Führungstreffer dann auch den Weg auf die Anzeigetafel. Lucas Musculus setzte sich stark gegen Marco Rente durch und vollstreckte unhaltbar für den guten TuS-Keeper Niklas Jakusch in den Winkel.

Auch nach dem Seitenwechsel gab Uerdingen den Ton an, die Erndtebrücker waren nur nach einer Ludmann-Flanke, die Valentini im Zentrum verpasste, wirklich gefährlich. Folgerichtig erhöhte Christian Müller nach 55 Minuten auf Zuspiel von Beister und Musculus auf 2:0. "Nach dem 2:0 hatte ich kurzzeitig die Befürchtung, dass wir unter die Räder kommen könnten", erklärte Erndtebrück-Trainer Florian Schnorrenberg nach dem Spiel.

Bei konsequenterer Chancenauswertung hätten die Gäste auch durchaus noch das ein oder andere Tor folgen lassen können. So verpasste Musculus in der Mitte nur ganz knapp eine Hereingabe von Jan Holldack, nur eine Minute später scheiterte der Stürmer am glänzend reagierenden Jakusch. Auch Tanju Öztürk, der einen Kopfball knapp über das Tor setzte, und Oguzhan Kefkir, mit einem Distanzschuss, verpassten es, das Ergebnis früh deutlicher zu gestalten.

"Wir wussten natürlich schon vorher, auf welche Qualität wir hier heute treffen. Wir konnten uns leider nicht so gut befreien, wie wir uns das vorgestellt haben und hatten auch im Zentrum nicht die Balleroberungen wie zum Beispiel am Mittwoch gegen die Viktoria", erklärt Schnorrenberg. "Insgesamt ist es eine verdiente Niederlage. Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Jungs für die entscheidenden Spiele gegen die direkten Konkurrenten wieder frisch bekommen."

Quelle fupa.net