Das News-Archiv

Eintracht Rheine kommt - und damit ein direkter Verfolger im Aufstiegskampf. Eine harte Nuss für den Fußball-Oberligisten - auch ob einiger bitterer Nachwirkungen.
Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück läutet am Samstag den Schlussspurt in der Meisterschaft ein. Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg empfängt am Sonntag (15 Uhr) Aufsteiger Eintracht Rheine. Ein Blick in die Tabelle der Oberliga Westfalen genügt dabei: Das Team aus dem Grenzgebiet zu Niedersachsen ist der stärkste Neuling der Liga - und hat sogar die Regionalliga-Lizenz beantragt.

Ribeiro, Flender und Ziegler verletzt

Gleich drei neue Verletzungen muss der TuS Erndtebrück im Pulverwaldstadion kompensieren. Denn beim 1:1-Unentschieden in der Vorwoche gegen Rot-Weiß Ahlen kassierten die Wittgensteiner nicht nur den Ausgleich in letzter Sekunde, sondern mussten gleich drei Spieler in ärztliche Behandlung übergeben. Leonardo Lima Ribeiro zog sich gegen den Tabellenvierten einen Mittelhandbruch zu - weil es sich dabei um einen Spiralbruch handelt, muss er operiert werden. Verteidiger Patrik Flender laboriert ebenfalls an einem solche Bruch, entgeht dem OP-Tisch aber wohl. Er könnte mit einer speziellen Manschette auflaufen. Fraglich ist auch der Einsatz von Kapitän Thomas Ziegler, der sich eine schwere Beckenprellung gegen Rot-Weiß Ahlen zuzog. Bereits im Hinspiel hatte sich Offensivmann Christian Runkel einen Armbruch zugezogen.

Schnelles Umschaltspiel

„Zwei Spiele, ein Punkt - und den haben wir teuer bezahlt“, kommentierte Schnorrenberg die Verletzungen. Damit muss der TuS-Trainer auf bis zu sechs Spieler verzichten - definitiv fallen Özgür Öncü, Falko Wahl und Manuel Müther weiterhin aus. Die Ersatzspieler müssten nun brennen, forderte Schnorrenberg. Mit Eintracht Rheine gastiert ein Team im Pulverwald, das vor allem starke Qualitäten im Umschaltspiel besitzt. Zuletzt ließ das Team von Eintracht-Trainer Uwe Laurenz durch ein 5:5-Unentschieden gegen den Tabellenzweiten SpVg Erkenschwick aufhorchen.

SZ

Auf die heimischen Fußball-Landesligisten warten am kommenden Sonntag (15 Uhr) drei knifflige und spannende Aufgaben. Während es für den SuS Niederschelden und die Zweitvertretung des TuS Erndtebrück auswärts zur Sache geht, kämpft die U23 der Sportfreunde Siegen im heimischen Leimbachtal um drei Punkte. Der TuS versucht dabei die Tabellenführung zu verteidigen, beim SuS Niederschelden und den Sportfreunden blickt man gespannt darauf, wie die Mannschaften nach dem Derby in der Vorwoche auftreten werden.

 

Tabellenführer TuS Erndtebrück II reist zum SV Rothemühle (11.) und steht vor einer schwierigen Aufgabe, auch wenn der Tabellenstand zunächst nicht vermuten lässt. Denn der SV hat in der Rückrunde aus sechs Spielen bereits elf Punkte geholt, somit nur einen weniger als der Liga-Primus. Hatte man nach der Hinrunde lediglich zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, so sind es nach 21 Spieltagen bereits sechs Punkte. Um das Polster zu den Abstiegsrängen weiter zu vergrößern, würde die Schützlinge von Trainer Maik Wolf dem Spitzenreiter sicherlich gerne „ein Bein stellen“, um zumindest einen Punkt am "Rothenborn" zu behalten.

„Rothemühle lebt von der mannschaftlichen Geschlossenheit und hat offensiv, durch sehr starke Einzelspieler, eine hohe Qualität. Sie zeigen in der Rückrunde jetzt ihre wahre Stärke“, hat Müller dem Gegner eine Menge Respekt. „Das wird eine schwierige Aufgabe, denn Rothemühle hat momentan einen richtig guten Lauf, wir werden eine Top-Leistung abliefern müssen.“

Die Spieler sollten ohnehin schon gewarnt sein. Denn auch im Hinspiel reichte es nur zu einem Unentschieden. Nichts desto Trotz können die Wittgensteiner die Aufgabe mit großem Selbstvertrauen antreten, denn mit 17 Punkten aus zehn Spielen, ist der TuS auch die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga.

„Wir müssen uns wieder mehr konzentrieren und auch die Kleinigkeiten wie die Ballan- und Mitnahme besser machen. Nur so ist ein vernünftiger Spielaufbau möglich und den werden wir in Rothemühle auf jeden Fall brauchen.“, appelliert Müller an seine Schützlinge.

„Von der Mannschaft muss eine Leistungs-Steigerung kommen. Sie muss Charakter zeigen. Ich erwarte auf jeden Fall einen Sieg, deshalb richtet sich unser Spiel klar nach vorne aus.“

Verzichten müssen die Wittgensteiner am Sonntag auf Janik von der Heiden (Lauftraining nach Herz-OP), Sven Hinkel (berufliche Gründe) und Mirkan Kasikci (Gelb-Rot Sperre). Anil Berber hingegen, rückt nach seinem Mittelfußbruch wieder in den Kader.

Expressi

"Wir blicken dem Spiel ganz entspannt entgegen. Vor wenigen Wochen hätte sicherlich niemand damit gerechnet, dass es für uns in dieser Saison nochmal um etwas geht", war die Vorfreude auf das Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg deutlich anzumerken. Denn spätestens nach dem etwas glücklichen Sieg in Hüls ist der TuS zurück auf der "Oberliga-Aufstiegs-Bühne".

Auch wenn Schnorrenberg zu diesem Zeitpunkt davon noch nichts wissen will. "Wir haben noch zehn Spiele zu absolvieren. Am Wochenende entscheidet sich sicherlich noch nichts." Dennoch. Einem Sieg gegen Ahlen vorausgesetzt, könnten die Wittgensteiner am Sonntag erstmal in dieser Saison auf einen Aufstiegsrang springen. Der SuS Neuenkirchen, derzeit auf Rang auf fünf, muss am Sonntag beim souveränen Tabellenführer Arminia Bielefeld II antreten, die nach derzeitigem Stand - die Profis würden als 17. aus der 2. Bundesliga absteigen - nicht aufsteigen dürfte.

Doch bei allen Spekulationen und dem Bemühen sämtlicher Konjunktive darf man sicher nicht außer Acht lassen, dass mit dem früheren Zweitligisten sicher keine Laufkundschaft in den Pulverwald kommt. "Julius Richter und Arda Nebi machen auf den Außenbahnen schon gut Alarm. Bei ihren schnellen Vorstößen müssen wir hellwach sein", so der 36-Jährige. "Genauso wie bei ihren Standardsituationen." Mit Nico Niemeyer, dem früheren Siegener Feysel Khmiri und Maik Bollmann haben die Ahlener einige Kopfball-Spezialisten in ihren Reihen. In Ehrfurcht erstarren werden die Erndtebrücker, die die drittbeste Heimbilanz aller Oberligisten vorweisen können,  gerade vor heimischem Publikum und auf Grund der jüngsten Ergebnisse nicht.

"Ich habe im Jahr 2014 nicht viel auszusetzen. Wir haben in den bisherigen Spielen viel Selbstvertrauen getankt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Spieler mit dem Erreichten schon zufrieden sind, sondern noch mehr erreichen möchten", zeigt sich der Brachbacher für die kommenden Aufgaben optimistisch.

Auch wenn Schnorrenberg den Ahlenern wegen ihrer Konstanz während der gesamten Saison die Favoritenrolle zuschiebt, erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. "Das kann in beide Richtungen gehen. Der Ausgang ist für mich völlig offen."

Und auch wenn der A-Lizenz-Inhaber in punkto Aufstieg noch abwiegelt, so verriet er immerhin noch: "Ich habe mir in dieser Woche mal angeschaut, wann die Zweitliga-Saison zu Ende ist - das ist am 11. Mai." Das klingt nicht gerade danach, als würden sich die Wittgensteiner nicht mit der Regionalliga beschäftigen.

Neben Manuel Müther, der an einem alten Muskelfaserriss laboriert, ausfällt, muss der TuS auch mehrere Wochen auf Özgür Öncü verzichten. Der Youngster riss sich beim Abschlusstraining vergangenen Freitag beide Außenbänder im Knöchel, riss sich das Innenband an und obendrein splitterte ein Knochen am Sprunggelenk ab. Einer Operation muss er sich jedoch nicht unterziehen.

Der TuS Erndtebrück weist zudem darauf hin, dass am Sonntag der Gäste-Block geöffnet ist. Nachdem sich in der vergangenen Saison die Ahlener "Fans" nicht ganz den Regeln entsprechend verhielten, wollte der TuS kein Risiko eingehen.

Expressi

DSC08978

 

Im Oberliga-Spiel des Tages hieß es am Ende 1:1-Unentschieden zwischen dem TuS Erndtebrück und dem Ex-Zweitligisten RW Ahlen. Aus Erndtebrücker Sicht war das Remis eher unglücklich, da die Pulverwald-Elf über die gesamten 90 Minuten das dominierende Team war.

Die Gäste aus Ahlen präsentierten sich in der Offensive extrem harmlos. Erndtebrück hingegen spielte nach vorn und hätte schon vor der Pause in Führung gehen können. Anis Saidi scheiterte in der besten Szene mit einem Volleyschuß am glänzend reagierenden Gästekeeper Hinkerohe. So ging es torlos in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ahlen im Angriff wirkungslos. Erndtebrück hingegen vergab teilweise hochkarätige Möglichkeiten reihenweise.

Nach 70 Minuten war der Bann dann gebrochen: Ahlens Abwehr war bei einem langen Ball zu weit aufgerückt, Markus Waldrich eilte auf und davon und schob das Spielgerät an Keeper Hinkerohe vorbei zum längst verdienten 1:0.

Wer nun von Ahlen eine Trotzreaktion erwartete, sah sich enttäuscht. Erndtebrück hingegen hatte mehrfach die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, allerdings vergebens.

So kam es wie üblich in solchen Fällen: Ahlen brachte eine letzte Flanke in der 90. Minute von links in den Strafraum, wo der aufgerückte Verteidiger Nico Niemeier am höchsten stieg und den Ball an Timo Bäcker vorbei ins Tor köpfte.

Ahlens Trainer Carlos Castilla zeigte sich in der Pressekonferenz dann auch zufrieden mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt und betonte, dass Fußball manchmal brutal sei.

Erndtebrücks Coach Florian Schnorrenberg war mit der Punkteteilung nicht zufrieden, machte seiner Mannschaft allerdings ein Kompliment für die gezeigte Leistung. „Das ist für uns kein Beinbruch“, so „Schnorre“  in der Pressekonferenz. Er glaube daran, dass sein Team in der kommenden Woche wieder aufstehe und sich von dem Nackenschlag in der Schlussminute erholen werde.

 

 

 

Es war ein hartes Stück, doch am Ende durfte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg jubeln. Und blieb im Aufstiegsrennen - vor dem kleinen Gipfel.


Der TuS Erndtebrück hat den vierten Sieg in Serie gefeiert. Der Fußball-Oberligist setzte sich am Sonntag mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim VfB Hüls durch. Es dauerte aber bis zur Schlussphase, ehe Markus Waldrich (80.) und Anis Saidi (88.) per Foulelfmeter den Sieg der Wittgensteiner in trockene Tücher wickelten.


Eine Woche vor dem kleinen Aufstiegsgipfel gegen den Tabellenvierten Rot-Weiß Ahlen bleibt das Team von TuS-Trainer Florian Schnorrenberg damit im Rennen um den zweiten Regionalliga-Platz - den derzeit Ahlen belegt. Allerdings trennen den TuS Erndtebrück und RWA derzeit nur zwei Punkte. In der Tabelle der Oberliga Westfalen rangiert die Schnorrenberg-Elf nun auf Platz 6. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, ehe Waldrich und Saidi den Sieg vor 150 Zuschauern im Stadion „Am Badeweiher“ in Marl klarmachten. Mit viel Ballbesitz, aber nur wenigen Torchancen kam der TuS Erndtebrück in der Chemiestadt in der ersten Hälfte nur bedingt ins Spiel. Die gastgebende Elf von Trainer Martin Schmidt setzte indes auf Konter.


Erst in der zweiten Hälfte entwickelte der TuS Erndtebrück zunehmend Torgefahr. Am Ende gewann das Team aus dem Pulverwald das Spiel quasi von der Bank. Denn zunächst bereitete der eingewechselte Tokio Nakai den Waldrich-Treffer mit einer mustergültigen Flanke vor, ehe er acht Minuten später den Strafstoß gegen VfB-Keeper Rafael Hester herausholte. Den verwandelte dann Saidi staubtrocken - und hielt den TuS Erndtebrück damit weiterhin im Aufstiegsrennen.

SZ